ARCOS

Mit vollem Namen heißt ARCOS 'African rural Community Shepherds in Uganda'. ARCOS hat seit 1999 eine Primary und eine Secondary School in Gayaza Village, Kyotera District im Süden von Uganda aufgebaut. Kontakte zu ARCOS bestehen seit 2013.

Im März 2024 erreichte uns eine Anfrage von ARCOS, ob wir den Aufbau einer Kaffeeplantage, mit deren Erträgen die Finanzen der beiden Schulen stabilsiert werden sollen, unterstützen können.

Bisher werden die Gayaza-Schulen durch Schulgebühren und lokale Spenden finanziert. Die meisten Schüler stammen jedoch aus armen Familien, die sich die Schulgebühren kaum leisten können. Um diesen jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen, werden die Schulgebühren auf ein Minimum beschränkt. In besonders schwierigen Fällen akzeptieren die Schulen Zuwendungen in Form von Lebensmitteln (Mais, Bohnen) und Arbeitskraft. Daher arbeiten die Schulen mit sehr knappen Budgets. Die Lehrer werden ehrenamtlich und nur für drei Monate pro Trimester bezahlt, nicht während der Ferien. Daher verlassen sie die Schule, sobald sie eine bessere Stelle finden. Die Qualität des Unterrichts leidet darunter.

Um diese Situation zu verbessern, hat der Gründer von ARCOS ein Stück Land zur Verfügung gestellt, auf dem Kaffee und Kochbananen (Matoke) angebaut werden sollen. Die geerntete Matoke wird für die Schulmahlzeiten verwendet. Der Kaffee wird getrocknet und an lokale Händler verkauft. Der Erlös soll zur Stabilisierung der Schulfinanzen beitragen.

Um optimale Erträge zu erzielen und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu sichern, soll die Plantage nach Prinzipien der Permakultur aufgebaut und betrieben werden. Die Plantage wird in Zusammenarbeit mit Broadfield Enterprise Uganda (BEU) geplant, einem Sozialunternehmen mit umfassender Erfahrung in der Permakultur.

Das Projekt umfasst die Erstanlage der Kaffee- und Bananenplantage mit allen für den langfristigen Betrieb notwendigen Einrichtungen. Dazu gehören ein Flachbrunnen und ein Wasserverteilungs-system, der Bau eines einfachen Zwei-Zimmer-Hauses als Aufenthaltsraum für Arbeiter, Schüler und einen Nachtwächter. Die Plantage muss zusätzlich eingezäunt werden.

Schüler und Lehrer der Gayaza Secondary School werden in die Planung, Bepflanzung und im fortlaufenden Betrieb der Plantage eingebunden. Sie werden von BEU betreut. Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Verbreitung von Wissen über Permakultur und Kaffeeanbau.

Seit März 2025 ist klar, dass das Projekt zu 75% von der Stiftung Nord-Süd-Brücken mit BMZ-Mitteln unterstützt wird. Für den Eigenanteil von 25% liegt eine Zusage der Georg Kraus Stiftung vor. So konnte im Rahmen einer Uganda-Reise mit dem Lions Club Jesteburg im April in Gayaza der Projektstart gefeiert werden.